RT-KOENIGSBERG
MELDUNGEN ZUM ZEITGESCHEHEN

Kolumnen


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Grundgesetz oder Verfassung
26. 09. 2020
 
Die her angestoßene Diskussion von Uli Gerllermann ist nicht so neu wie es hier erscheinen mag. Denn die Organe nach GG Artikel 146, sind lange vorhanden, wie eine Verfassungsebende Versammlung lange vorbereitet ist. Warum Uli Gellerman das hier nicht erwahnt, ist unbekannt.
Ein neues Grundgesetz von unten
© Sputnik / Tilo Gräser
 
Die strengen Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der Corona-Pandemie haben viel Kritik und sogar Widerstand ausgelöst. Unser Gastautor sieht darin eine Chance, eine überfällige Diskussion über eine vom Volk mitverfasste und in einem Volksentscheid beschlossene Verfassung anzustoßen.
Da rührt sich was: In Zeiten des Umbruchs wird die alte Ordnung immer infrage gestellt. Dass wir einen Umbruch erleben, steht außer Frage: Die da oben pflügen gerade die alte Ordnung mit einer Serie von Kontroll-Maßnahmen um, und nicht wenige da unten wehren sich. Der Kampf geht im Kern um das Grundgesetz, auch wenn die Merkel-Spahn-Gruppierung behauptet, es ginge um die Gesundheit der Bevölkerung. Wenn die Regierung selbst die Verfassung infrage stellt, fragt sich so mancher weiter unten, ob denn das ohnehin zerschlissene Grundgesetz keine Alternative zulässt.
Alternative zum Grundgesetz
Die Frage nach einer Alternative zum Grundgesetz wurde erstmalig massiv in der Zeit der sogenannten Wende gestellt: Viele Menschen in der DDR, und auch manche in den alten Bundesländern stellten wegen der Gleichberechtigung zwischen West und Ost und der Chance eines Neustarts die Frage, ob der Vereinigungsprozess denn nicht nach dem Artikel 146 möglich wäre: „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ Übersetzt aus dem Gesetzes-Deutsch: Es hätte durchaus einen neuen Verfassungsentwurf geben können, der wäre dann den Ost- und Westdeutschen zur Abstimmung vorgelegt worden. Das wäre zum einen fair gewesen und hätte zum zweiten der Verfassung eine demokratische Grundlage gegeben. Aber doch nicht mit Kohl & Co. und seinen ostdeutschen Hiwis. 
 
© Sputnik / Philipp Mandelartz
Räte und Volksabstimmung
Es rührt sich was: Zum ersten Mal gibt es eine Bewegung im irgendwie vereinten Deutschland rund um das Fundament aller Gesetze. In dieser Bewegung sind alle möglichen Strömungen vertreten. Eine Website unter dem Tarnnamen „Bundesstaat Deutschland“ ist schon komplett aufgestellt: Sogar Feiertage sind bereits geplant, die „Rauhnächte“ zum Beispiel, in denen der germanische Gott Odin eine zentrale Rolle spielt. Die klassische Linke – Grüne, Linkspartei und ihre publizistischen Erzeugnisse – spielen in der Diskussion keine Rolle. Obwohl die demokratischen Rechte einst ein wichtiges Thema der deutschen Linke war, hat sie sich einem medizinischen Diskurs untergeordnet, ohne Ahnung und ohne seriösen Dialog mit Virologen oder Epidemiologen. Es bleibt der Demokratische Widerstand. In dessen Zeitung überlegt einer seiner Sprecher, Hendrik Sodenkamp, dass „Bürgerräte“ und „Wohlfahrtsausschüsse“ auf dem Weg zur Veränderung gebildet werden müssen. Nicht zufällig erinnert das Wort „Wohlfahrtsausschuss“ an die französische Revolution. Sicher ist: Aus den Aktionen für das Grundgesetz können Räte gebildet werden. Wenn ein Verfassungsentwurf der Räte in einer Volksabstimmung gebilligt würde, hätte er eine demokratische Legitimation, die dem Grundgesetz bis heute fehlt.
Geschlossene Medienfront
Die neue Bewegung zur Verteidigung der Freiheit hat ihren Ursprung auch im Widerstand gegen die medizinisch verkleideten Repressionen. Vor allem die geschlossene Medienfront, die den vielen Betroffenen keine Stimme gibt, war ein Auslöser der anhaltenden Proteste: Die Medienkonsumenten bemerkten schnell, dass ihre Fragen und Bedürfnisse konsequent verschwiegen wurden und bis heute verschwiegen werden. Während die nur scheinbar intellektuellen Gewohnheits-Linken sich mit dem Verdacht betäubten, die neue Bewegung sei rechts, blieben die politisch weniger festgelegten Menschen hellwach und begegneten den neuen Verhältnissen mit tiefem Mißtrauen.
Es wird die Aufgabe einer neuen Verfassung sein, die Medien zu erwähnen
Es wird die Aufgabe einer neuen Verfassung sein, die Medien erstmalig zu erwähnen und ihre Herrschaftsverhältnisse radikal zu verändern. Ein anderes, ein besseres Grundgesetz wird Räte installieren müssen, die aus direkten Wahlen hervorgehen sollten und die demokratische Verfasstheit der Medien kontrollieren, wie sie selbst von der Bevölkerung kontrolliert werden. Es versteht sich, dass auf diesem Weg der private Besitz an wesentlichen Medien ebenso verschwinden muss, wie die öffentlich-rechtlichen Medien von der Parteien-Herrschaft befreit werden müssen.
Konvent zur Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfs
 
© REUTERS / Stringer
Auf dem Weg zu einer neuen Verfassung ist viel zu tun. Vorrang hat noch die Verteidigung der alten. Aber bereits jetzt kann der Widerstand Rechtswissenschaftler berufen, die einem Konvent zur Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfs zuarbeiten. Wenn das öffentlich und aus den Aktionen der Bevölkerung entwickelt wird, wäre dieses Vorgehen demokratischer als die Berufung des „Parlamentarischen Rat“. Der Rat, der das Grundgesetz 1948 entwickelte, wurde nicht gewählt. Seine fünfundsechzig stimmberechtigten Mitglieder wurden nicht in allgemeiner, direkter Wahl, sondern von den einzelnen Landesparlamenten bestimmt. Das alles fand in Abstimmung mit den drei Militärgouverneuren der westlichen Besatzungsmächte statt. Die hatten damals die Macht im Land, der Rat bestenfalls den guten Willen.
Bereits die Diskussion leistet Schritte zur Erkenntnis
Eine neue Verfassung wird auf den entschlossenen Widerstand der aktuellen Macht stoßen: Bereits der Aktions- und Diskussions-Prozess um eine alternative Verfassung wird auf den erbitterten Widerstand der etablierten Mächte stoßen. Denn schon die Diskussion leistet Schritte zur Erkenntnis über das Wesen tatsächlicher Demokratie, und sie kann hartnäckig zur Emanzipation führen: Wer über sein Land selbst entscheiden, wer ihm eine neue gesetzliche Basis verschaffen will, der bedroht die alte Macht. Das wird der nicht gefallen. Denn Verfassungsfragen sind Machtfragen.
 
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Belarus/Weissrussland – wenn romantische Politiken, Fehleinschätzungen mit Gier durchtränkt werden
22. 09. 2020

 
Der Versuch des Westens, Belorussland aus Motivationen romantischer Politvorstellungen zu Fall zu bringen, ist mißlungen. Man mag das sehen wie man will, und auch in Russland gibt es ausreichende Stimmen, die sich auf die Oppotision in Belorussland einlassen. Jedoch, es war ein Putschverusch des Westens, um Russland zu neutralisieren und dort in der Rohstoffindustrie, Fuß zu fassen. Die Menschen und vermeintliche Demokratie sind diesen Kräften völlig egal. Es ging nie um derartige Dinge in der Politik fremder Staaten. So auch hier nicht. Und wenn nun z.B. die BRD-Merkel mit ihrem Geschrei meint, Russland unterdrücke die Belorussen wie die Demokratie, so ist das geradezu lächerlich, wenn man sieht, was in Ihrem Land durch Sie angeregt, passiert.

Was man aber auch begreifen muß, Belorussland in die Hand zu bekommen hätte die gleiche Wirkung, als hätte der Westen nun mit Vorfall wie Verfall der Ukraine, die Krim in die Hand bekommen. Hintere diesen Bemühungen stecken keinde Demokratie wie Freiheitsliebende, sonder nur die Hochfinanz und militärisches Denken wie Ziele.
 
Deshalb teilen wie von RT- KOENIGSBER diese hervorragende wie historisch begründete , richtige Darstellung von Holger Michael.
 
 
Belarus: Strategie und Taktik der „geopolitischen Revolution“
© Sputnik / Via: Alexej Majschew
 

 
Die Vorgänge und Ereignisse in Belarus beschäftigen derzeit viele politische Analysten. Auch unserer Gastkommentatoren Holger Michael. Der Historiker bewertet die Ereignisse in Belarus ohne Wenn und Aber als vom Westen gewünschten und unterstützten Umsturzversuch. Der allerdings nicht erfolgreich war.
Die Ursache der Ereignisse in Belarus ist die endgültige Durchsetzung der anti-russischen „geopolitischen Revolution“ durch die EU, Nato und USA, mit dem Ziel, die militärische Einkreisung Russlands abzuschließen, um Moskau als Großmacht auszuschließen, seine Rohstoffe China zu entziehen und sich selbst uneingeschränkt zugänglich zu machen. Hierzu muss Belarus dem russischen Einfluss entrissen, und stattdessen der EU, vor allem aber der Nato zugeführt werden. Ziel ist der Sturz der durch Volksabstimmungen autorisierten, verfassungsmäßigen politischen und wirtschaftlichen Ordnung, also eine typische Konterrevolution. In deren Folge käme es zu einer „Säuberung“ des Machtapparates mittels Ersetzen durch inkompetente „Zukurzgekommene“, einer Verfolgung der linken Anhänger Lukaschenkos und Freunde Russlands, der schon angekündigten Bestrafung („Tribunal“) von Angehörigen der Sicherheits– und Schutzorgane, zur ungebremsten Privatisierung in Industrie und Landwirtschaft, zur Beseitigung sozialer Errungenschaften usw., letztlich zu Elend und Chaos.
Russland müsste seine Stützpunkte räumen, die Nato hingegen würde ihre Raketen im „Vorgarten Moskaus“ aufstellen. Zur Verteidigung Russland gäbe es keine Vorwarnzeiten mehr, Moskau wäre dadurch erpressbar, ohne einen Krieg riskieren zu müssen, denkt man in der EU, Nato und den USA.
Belarus galt schon zu Sowjetzeiten als Sonderfall
Die während des Großen Vaterländischen Krieges völlig zerstörte „Partisanenrepublik“, wurde umfassend wiederaufgebaut und modernisiert, erreichte mit den höchsten Lebensstandard in der UdSSR. Politisch galt sie als die „sowjetischste“ der 15 Teilrepubliken der UdSSR. Nationalistische Bewegungen, wie sie in der Ukraine und im Baltikum immer existent waren, gab es kaum. Als einzige Unionsrepublik leistete sie der Perestroika passiven Widerstand, bekämpfte eine Zeit lang die sich vor allem mit litauischer Hilfe herausbildende nationalistische und andere bürgerliche „Opposition“. Obwohl die Rechten als Organisation nicht zugelassen worden waren, durften sie 1990 erstmals mit Einzelkandidaten zur Wahl antreten. Die Kommunisten erhielten 86 %, ihre Gegner nur 14 %. Ein in der damaligen UdSSR einmaliger Vorgang.
Beim Referendum zum Erhalt der UdSSR, im März 1991, stimmten 83 % der Wähler für die Sowjetunion. Das war höher als im Durchschnitt der UdSSR (78 %) und sogar der damaligen russischen Teilrepublik (73 %). Allerdings stimmten in der belorussischen Hauptstadt Minsk 33 % dagegen. Hier sammelten sich die Sowjet-Feinde, vor allem unter der humanistischen und künstlerischen Intelligenz. Minsk entwickelte sich mit den Jahren zum Zentrum des rechtsorientierten Widerstandes. Seither, d.h. seit 1990, bis heute wird jedes Wahlergebnis in Frage gestellt und Demonstranten auf die Straße geführt.
Belarus blieb auch nach dem Zerfall der Sowjet
union "besonders"
 
Im Juni 1991 begann die Führung zurückzuweichen. Die Nationalisten, 1990 im litauischen Vilnius gegründet, wurden offiziell zugelassen. Die Rechten im Parlament konnten nun 44 % vorweisen, weshalb der Nationalist Stanislau Schuschkewitsch als Parlamentspräsident durchkam. Nach dem Scheitern des „August–Putsches“ 1991 wurde die Kommunistische Partei (KP) suspendiert und die völlige Unabhängigkeit erklärt. Daraufhin forderten die Nationalisten mit einer halben Million Unterschriften Neuwahlen. Das lehnten die Abgeordneten, die inzwischen offiziell aus der KP ausgetreten waren, aber dennoch sozialistische Politik betrieben, strikt ab. Zwar wurde die „Blutfahne“ der prodeutschen Kollaborateure als Staatsflagge und die belorussische Sprache als einzige Staatssprache dekretiert, doch zur Realisierung dieses Beschlusses kam es nie. Grundsätzliche bürgerliche Reformen wurden stets von der sozialistischen Mehrheit abgelehnt bzw. blockiert. Die Privatisierung begann erst 1993, umfasste keine strategischen Betriebe und nur 15 %. Über 70 % der Industrie und 87 % der Landwirtschaft blieben bis heute weiterhin staatlich bzw. genossenschaftlich. Die KP wurde schon 1992 wiederzugelassen und bildet seither nach den sogenannten Unabhängigen (ehemalige KP-Mitglieder) die zweitstärkste Fraktion im Parlament. 1992 wurde ein neues politisches und militärisches Bündnis mit Russland abgeschlossen. Die Nationalisten, die nur noch auf 12 % der Bevölkerung zählen konnten, hatten eine strategische Niederlage erlitten.

Der Beginn der Ära Lukaschenko
Inzwischen hatte sich aber die wirtschaftliche Lage drastisch verschlechtert. Die Produktion fiel um 30 %. Die meisten Belorussen hatten nach drei Jahren genug von „Demokratie“, die als Chaos und Verelendung empfunden wurde. Der Einfluss der Rechten ging nun rapide zurück. Große Teile des Volkes forderten die Rückkehr zu sowjetischen Verhältnissen. Diese Stimmung griff der 40-jährige ehemalige Politoffizier der Grenztruppen, Geschichtslehrer und Sowchos–Vorsitzender Alexander Lukaschenko von der ehemaligen kommunistischen Fraktion auf und setzte 1994 die Absetzung des Nationalisten Stanislau Schuschkiewicz als Parlamentspräsident durch. Nach einem harten Wahlkampf erhielt Lukaschenko bei 71%-iger Wahlbeteiligung 80,34 % der Stimmen als Staatspräsident. Dieses Kräfteverhältnis blieb lange stabil. In der bereits beschriebenen für die Linken als schwierig geltenden Metropoloe Minsk und ihrer Umgebung konnte sich Lukaschenko auf beachtliche 46% steigern. In Grodno, der zweitgrößten Stadt mit 22% polnischer Bevölkerung, kam er nur auf 36%. Lukaschenko, von den Kommunisten und Linken unterstützt, verfügte aber in 94 % aller Wahlkreise über Mehrheiten. In den Städten kam er durchschnittlich auf 52 %, in den Dörfern auf 61%. Zudem sicherte Lukaschenko mit Volksabstimmungen seine Macht. 1995/96 ließ er die „Blutfahne“ als Staatsfahne abschaffen, führte die sowjetische (ohne Hammer und Sichel, aber mit Stern) sowie ein dem sowjetischen nachempfundenes Wappen ein (75%), dekretierte eine weitere Annäherung an Russland (82 %), verbot den freien Landverkauf (83 %), führte Russisch, neben Belorussisch, als offizielle Staatssprache ein (83%) und die Erlaubnis, das Parlament auflösen zu können (78 %).
 
Unter Lukaschenko wurde auch die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht. Obwohl mit der Modernisierung der Landwirtschaft etwa die Hälfte der Angestellten ihren Arbeitsplatz verloren hatten, konnten sie integriert und die Arbeitslosigkeit auf 2 % gesenkt werden. Die Armut wurde von 42 % (im Jahr 2000) auf 8% (2007) verringert. Ab 1997 stiegen wieder die Zuwachsraten in der Wirtschaft um durchschnittlich 10 % an. In der Landwirtschaft konnte das Niveau der besten Sowjetjahre wieder erreicht werden. Belarus besitzt heute von allen ehemaligen Unionsrepubliken (außer den baltischen) den höchsten Lebensstandard. Belarus steht international heute an 69. Stelle, Polen auf Rang 62 und Russland auf Platz 120. Allerdings wurde das auch durch russische Subventionierung der Energiepreise möglich. Russland ist mit etwa 50% des Außenhandels größter Partner, in die EU geht etwa ein Drittel der Exporte.
Ein wirklich entschiedener Kampf gegen die bürgerliche Opposition, die vom EU–Ausland enorm gefördert wurde, fand nicht statt. Obwohl die Regierung früh auf die subversive ausländische Unterstützung durch die EU aufmerksam gemacht hatte, griff die Staatsmacht lange nur bei strafrechtlichen Verstößen ein.
Tausende von Belorussen konnten die Reisefreizügigkeit nutzen, Angehörige der Intelligenz im Westen arbeiten, wie Maria Kolesnikowa in der BRD, Hunderte ein Studium in EU–Staaten aufnehmen usw. Wenn heute bei Wahlen in den belorussischen Botschaften rund um den Globus von Auslands-Belorussen zumeist die Opposition gewählt wird, so ist das durchaus glaubhaft.
 
Der Stern Lukaschenko begann zu verblassen
Vor allem Polen und Litauen drängen seit 1990 mit subversiven Aktivitäten, vor allem mit ihren Massenmedien (Telegramm–Kanal NEXTA, Belsat usw.) in der Landessprache gezielt auf die Beseitigung Lukaschenkos und idealisieren die EU–Verhältnisse. Der Versuch, eine „unabhängige Gewerkschaft“ wie die „Solidarność“ zu gründen, wurde von den Arbeitern staatlicher Betriebe in Belarus abgelehnt und von der Regierung unterbunden.
 
Zwischenzeitlich hatte sich die Lage für Lukaschenko verschlechtert. Die KP Belorusslands (KPB), früher 600.000 Mitglieder zählend, umfasst heute nur noch 6000, bildet aber trotzdem immer noch die zweitstärkste Kraft im Parlament. Die meisten Abgeordneten anderer Linksparteien halten am Sozialismus fest. Doch die Möglichkeit, eine linke Mehrheitsfront zu bilden, wurde nicht genutzt. Mit der Propagierung sowjetischer Traditionen, dem erreichten Lebensstandard, großartigen Sozialleistungen und der stets deklamierten Unabhängigkeit allein kann allerdings das Erreichte politisch–ideologisch nicht abgesichert werden. Zudem haben sich hierfür die Strukturen ungünstig entwickelt. Im Verlauf der letzten 25 Jahre sind die Kriegsveteranen, immerhin 30% der linken Wählerschaft, zumeist aus Altersgründen verschwunden. Die Arbeiterklasse und die Kolchos/Sowchos–Bauern als eine andere Hauptwählergruppe der Linken, haben sich zahlenmäßig ebenfalls erheblich reduziert. Viele sind in den staatlichen, aber auch in den privaten Bereich abgewandert. In den staatlichen Einrichtungen, die 70 % des Nationaleinkommens erwirtschaften, sind aber nur 43 % der Angestellten, im privaten Bereich hingegen 57 % beschäftigt. Hier verfügt der Staat kaum über Einfluss, dafür aber die Rechten. Die Rechten konnten die letzten 30 Jahre mit bestenfalls um 1 % der Wählerstimmen dennoch keinen Durchbruch erzielen. Nur wenige Kandidaten haben es ins Parlament geschafft. Bislang bestand keine Möglichkeit, für die teilweise diametral entgegenstehenden Interessen – auch gegenüber Russland – einen gemeinsamen Nenner zu finden und sich zu vereinigen. So blieben sie der Staatsmacht immer unterlegen.

Der Westen wollte Lukaschenko endlich loswerden
In diesem Sommer aber schien eine Situation für einen Durchbruch herangereift zu sein. Dafür zeichnet Lukaschenko mitverantwortlich: Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich, weshalb er versuchte, zwischen Russland und EU/USA zu lavieren. Das wurde von seinen Gegnern als Schwäche ausgelegt, doch in seiner Gewichtung überschätzt. Schon im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen wurde, wie bislang üblich, auf Nichtanerkennung der Ergebnisse und Protest durch die Rechten und die mit ihnen verbündeten ausländischen Medien orientiert. Darauf hätte sich Lukaschenko einstellen können und müssen.
Den Rechten wurden nur 20 % zuerkannt. Aber selbst, wenn ihnen 30 % zugebilligt worden wären, hätte das dennoch die gleichen politischen Reaktionen zur Folge gehabt. Die Rechten verbreiteten nicht nur, dass eine Wahlfälschung stattgefunden hätte, sondern sie erklärten sich sogar zum alleinigen Sieger. Hierfür gab es jedoch keinerlei Berechtigung, obwohl die Ergebnisse in einigen Wahlkreisen, so auch in Minsk für sie sprachen. Offensichtlich handelte es sich noch nicht einmal um eine gefühlte Mehrheit, denn sie lehnten eine ihnen vorgeschlagene Neuauszählung ab und forderten Neuwahlen. Bei Neuwahlen hätten sie ihre Kräfte besser aufstellen können, doch ein Sieg wäre auch hier keinesfalls gewiss.
 
© Sputnik / Valeri Melnikov
 
Deshalb verfielen sie auf eine nicht ungeschickte Taktik: Sie forderten den Rücktritt Lukaschenkos. Das war eine immerhin gerade noch legale Forderung, unter der sie alle Rechten und andere Unzufriedene, trotz unterschiedlicher Auffassungen, vereinen konnten. Das war der kleinste gemeinsame Nenner, an den jeder seine eigenen Wunschvorstellungen knüpfen konnte. Ein Programm verkündeten die Rechten nicht. Daher tauchten keine weiteren politischen Forderungen auf.
Das konnte aber nur gelingen, wenn man in Minsk und Belarus genügend Menschen auf die Straßen brachte, die Ordnungskräfte provozierte, durch Todesopfer die Staatsmacht zum Nachgeben brächte. Dann wäre auch Lukaschenko zurückgetreten.

Lukaschenko zeigt sich unerwartet überlebensfähig
Diese Rechnung ist nicht aufgegangen. Die Staatsmacht blieb konsequent, ließ sich nicht provozieren und Lukaschenko blieb unnachgiebig. Damit war der erste und entscheidende Angriff abgewehrt. Die Rechten hatten eigentlich schon verloren. Die heuchlerische Forderung nach einem Dialog zwischen Lukaschenko und den Akteuren seines Sturzes hatte durch die Unnachgiebigkeit des Präsidenten keine Chance. Mit der Weigerung Lukaschenkos und der Standhaftigkeit der Staatsmacht war die Gegenrevolution faktisch gescheitert. Es waren auch keine 100.000, die in Minsk auf der Straße waren, was die Bilder eindeutig zeigten. Für diese „Massen“ reichte eine Kette von 200 Polizisten, um sie zum Stehen zu bringen. In den Medien war immer von Zehn– und Hunderttausenden die Rede. Doch für aufmerksame Beobachter kamen, auch eingedenk des Corona–Abstands, nur zwischen zwei– bis fünftausend Demonstranten auf die Straße, ebenso viele wie die Linken mobilisieren konnten. Für andere Städte wie Grodno waren es weit weniger, wenn die veröffentlichten Bilder stimmen sollten. Überhaupt konnten die Rechten allein in Minsk nur relativ wenige auf die Straße bringen, und hier hätten sie potenziell etwa 300.000 Menschen zur Verfügung gehabt.

Den Lieblingen der Westmedien geht überraschend schnell die Puste aus 
Swetlana Tichanowskaja, die Galionsfigur der Rechten, floh nach Litauen, wo die unbegabte Politikerin, nun völlig unter fremdem Einfluss stehend, sich der aggressiv–ignoranten Sprache der Sajudis–Nationalisten bediente, wie in den letzten Jahren der Sowjetmacht in Belorussland. So verhandelte Tichanowskaja als selbsternannte „Anführerin des Volkes und der Revolution“ mit deutschen und US-Vertretern (sie ist Lehrerin für Deutsch/Englisch), bat die EU und die USA um Hilfe. Damit hat sie den Konflikt nicht nur unberechtigterweise internationalisiert, sondern auch mit dem Aufruf zur Schaffung eines Koordinierungsrates zum Sturz Lukaschenkos sich zudem auf der Basis jedes Staatsrechtes der Welt strafbar gemacht. Nicht viel klüger verhielt sich Maria Kolesnikowa, die, emotional aufgeladen, im ZDF nur von einer gefühlten Mehrheit sprach und der EU für die bisherige massive und vielseitige Schützenhilfe dankte.
 
© Sputnik / Wiktor Tolotschko
 
Ein ausschlaggebender Faktor war Russland. Seit Anbeginn forderte die EU und vor allem die BRD in ultimativer Weise einen Dialog mit Konterrevolutionären und ein Nichteingreifen Russlands. Tichanowskaja verbreitete unverantwortlicher Weise aus Vilnius, dass Russland nicht eingreifen würde, um die Demonstranten bei der Stange zu halten. Hätte Lukaschenko nachgegeben, hätte die Konterrevolution gesiegt und ein russisches Eingreifen wäre unmöglich geworden. So aber hatte nicht nur Lukaschenko Entschlossenheit und Standhaftigkeit gezeigt, sondern Russland für den Fall einer gewaltsamen Eskalation und Einmischung durch den Westen mit Militärhilfe gedroht. In diesem Falle hätten sich die meisten Demonstranten zurückgezogen, denn der weitgehend prorussische Konsens in Belarus hätte weitere Aktivitäten gegen russische Militärangehörige sehr wahrscheinlich ausgeschlossen.
 
Inzwischen geht die belorussische Staatsmacht gegen die illegalen Organisationen, wie den konterrevolutionären Koordinierungsrat, mit allgemein juristischen und strafrechtlichen Mitteln vor, wie es in Ländern mit rechtsstaatlichen Ordnungen üblich ist. Die Teilnehmerzahlen der Demonstranten haben inzwischen ohnehin abgenommen.
 
Der Westen hat seit 1989 nach der Krim nun in Belorussland seine zweite große Niederlage erlitten.
 
 

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Gastbeitragsseinreichung
von Dr. Gunter Bleibohm
20. 09. 2020
Schächten und Religionsfreiheit

Daß Schächten, oder nicht Schächten, überhaupt zur Abwägung gestellt wird, ist bezeichnend für die Europäische Auffassung von "Werten" und entlarvt dieselben als ideologisch verbrämte Definition von Ethik. Eine Moralistik, die die Rechte der nativen Völker den Ansprüchen von Minderheiten unwirft. Eine Moral, die diktiert wird; nicht eine Moral, die dem Anspruch des Begriffes und der Auffassung genüge tut. Eine politische Absolutvorgabe, eine Zwangsverordnung, die politische Herrschaft durch Teilung sichert und damit mit "Demokratie" nicht kompatibel ist.  

Unabhängig von relevanten Entwicklungen in etwa Großbritannien, Frankreich und weiteren Staaten, die so etwas wie "Freiheit der Religionsausübung" zur Staatsräson erhoben haben, ist die Einführung dieser zweifelhaften Forderung in Deutschland nachvollziehbar. Das erste Gesetz des Dritten Reiches war das sofortige Verbot des Schächtens. Da alles im Dritten Reich furchtbar, dunkel, grauenhaft; weitere lapidare Beschreibungen sparen wir uns hier, zu sein hat, wird verständlich, daß alle Werte des Dritten Reiches in die Verkehrung zu setzen sind. Eine Anweisung, die sogar mit Strafandrohung verfestigt wird. Im Rahmen endloser "Wiedergutmachungsmantra" der alliierten Sieger, erfolgte der relevante Eintrag im Grundgesetz, ein aufoktroiertes Grundgesetz, das nichts mit einer Verfassung zu tun hat, über deren Wortlaut der Souverän einzig, in demokratischer Abstimmung, zu bestimmen hat, beziehungsweise hätte. Die zugrundeliegende Intention ist verständlich, wenn man zu dem Schluß gerät, daß mit Gewalt errungene Herrschaft, zu einem Dauerzustand zu werden hat, als Bedingung für die Zulassung einer Teilsouveränität. Entsprechende, untergeordnete Gesetzgebung erfolgte dann mittels devoter politischer Gruppierungen, die sich einen dauerhaften Vorteil davon versprachen. Man nennt dieses Gesetzeskonvolut Knebelgesetze des "demokratischen Souveräns". Demokratie ja, aber nur in politisch erlaubtem Freiraum.
So lange die realen Verständnisse und Auffassungen des Volkes unter der "Politischen Korrektheit", einer linken Begrifflichkeit, die diese Knebelgesetze bis zum Exzess ausprägen, in der öffentlichen Wahrnehmung begraben liegen, wird sich an der Staatsräson der Unterdrückung durch "Immerwährende Schuld" (Sippenhaftung) nichts ändern. Diese Vererbbare Sühne ist die biblische Rache für vergangene Taten und genehme Konstruktionen und Grundlage einer konstruktiven Moral, der wir uns zu unterwefen haben, einen großmütigen Platz in der Völkerfamilie der Zivilisierten zu behaupten. Darauf besteht die Politik, so lange es ihr zu Nutzen gereicht. Schächterlaubnis ist Teil politischen Machterhalts. Hier.
Wer von den Linken gegen Tierschutzengagement der Rechten eifert, sollte sich einige Fragen stellen:
Sind wir zu viele Tierschutzengagierte? Gibt, gab es einen sozialistischen Staat, der Tierschutz praktiziert, praktizierte? Drückt die Politische Korrektheit nicht das Recht zu Schächten aus? Ist Links überhaupt fähig, Objektivität zu bewahren? Gab es nicht vielleicht doch mehr Tierschutz im Dritten Reich, Vegetarismus, Veganismus? Haben die durchgängig links unterwanderten Hauptmedien sich jemals um investigative Tierschutzaufklärung bemüht? Fördern diese linksideologischen Hauptmedien nicht doch Fleischverzehr? Heroische Jagd? Angel? Fischfang? Honorige Tierversuchler? Hass auf Alternativfleisch? Pelzmode? Klären sie über die endlose Zahl der zu verbrauchenden Versuchstiere im Rahmen einer "Corona Impf Strategie" auf?
Vielleicht wird dem Einem, oder dem Anderem, der sich diesen Fragen stellt und sich einen Rest an Objektivität hinter infernalischer Ideologie bewahrt hat, bewußt, auf welcher Seite er zu stehen vermutet. Rechts, jedenfalls, auszüglich des Beweises grenzenlosen Hassobjektes der Medien, der Politik, der Justiz, tritt für einen Tierschutz ein, der nicht fabrizierten Rechts- und Moraldiktionen untertan ist und begrüßt jeden Mitstreiter, gleich welcher Colorierung und politischen Ausrichtung.
Wer sich damit nicht zu identifizieren vermag, wünscht keinen Tierschutz im Sinne des Begriffes, sondern geht mit seiner individuellen Zufriedenheit des status quo konform.
BWM
 
Schächten & Religionsfreiheit – ANIMALPEACE
 
Haltet den Dieb
Während die Tierbewegten voller Sorge (ums eigene Image oder was auch immer?!) auf das zusammenfabulierte Schreckensbild einer „rechten“ Infiltration ihrer Bewegung starren – nichterkennend, dass „die Rechten“ für so einen Coup entweder viel zu blöde oder auch die Tierbewegung viel zu unwichtig im Spiel um die Macht sind – und sich gegenseitig in Dauerschleife versichern, dass „rechts“ nicht ginge, hat „links“ längst in für sie relevanten Fragen die Tierbewegten so schachmatt gesetzt, dass diese im Begriff sind, auch das wenige zu verlieren, das hierzulande in hundert Jahren für die Tiere erreicht wurde.
Am Rande – von den Tierbewegten, aus Angst oder Blödheit, kaum beachtet – liest man in mehreren Quellen, dass ein Rechtsgutachter des Europäischen Gerichtshofs EuGH zum Ergebnis gekommen sei, dass das Schächten – also Schlachten ohne Betäubung gemäß jüdischer oder muslimischer Riten – in der Europäischen Union nicht verboten werden dürfe. Die EU-Verordnung zum Schutz von Tieren gebe zwar grundsätzlich vor, Tiere nur nach Betäubung zu töten, sie sehe aber auch ausdrücklich Ausnahmen vor, um den religiösen Riten bestimmter Glaubensrichtungen Rechnung zu tragen. Dies ist in der deutschen Rechtsordnung nicht anders.
Kommuniziert wird dies medial allerdings als eine quasi zwingende Rechtsfolge aus der Religionsfreiheit (Glaubens- und Gewissensfreiheit) und das ist schlichtweg falsch. Fakt ist: der Gesetzgeber kann zwar die Möglichkeit zum Schächten einräumen, daraus ergibt sich aber keineswegs, dass er es auch muss, um dem Grundrecht auf Religionsfreiheit Rechnung zu tragen. Es unterliegt nämlich wie alle anderen Grundrechte dem Gesetzesvorbehalt und darf nur im Wesenskern durch niederrangiges Recht nicht berührt werden. Das heißt konkret, dass man zwar glauben darf, was man will, aber nicht einfach tun und lassen, so wie man möchte. Es darf auch einer religiösen Gruppierung micht verboten werden, was der Allgemeinheit erlaubt ist – das gilt aber nicht für den Umkehrschluß.
Das genau wird aber suggeriert. So schreibt DIE ZEIT fälschlich im Eröffnungstext: „Ein EuGH-Rechtsgutachter sieht dies [Schlachten ohne Betäubung] gedeckt durch die Religionsfreiheit.“
Faktisch würde aber ein Urteil, das der Rechtsauffassung des Gutachters folgt, den Mitgliedsländern jegliche Möglichkeit nehmen, in Eigeninitiative das Schächten generell zu verbieten, selbst wenn in deren Verfassung der Schutz der Tiere Grundrechtsrang hat, so wie es in Deutschland der Fall ist. Eine EU-Verordnung hat also damit möglicherweise sogar das Potential, unsere Verfassung auszuhebeln. Ganz sicher aber kippt es das Schächtverbot in einigen Eu-Mitgliedsstaaten.
Ein Urteil wird in wenigen Wochen erwartet. Es wird, so muss man es leider realistisch einschätzen, entsprechend ergehen und es wird damit jegliche regionale Bestrebungen, in diesem Bereich die Tiere nicht (mehr) zur Folter preiszugeben, zunichte machen.
Wenn der EuGH, der in der Vergangenheit schon unangenehm auffällig geworden ist, da er weniger dem Menschenrecht nach bisher geltendem Verständnis denn einem politischen Narrativ folgt, bedeutet das nichts weniger, als dass wir für die Tiere auch das Bisschen verlieren, was wir in einem Jahrhundert währendem Einsatz für sie rechtlich herausgeschlagen haben: der allgemein anerkannte ethische Anspruch, dass die Tiere bei ihrer Hinrichtung nichts mitbekommen sollen. Sie sollen nicht zu Tode gefoltert werden, sondern schmerz- und stressfrei sterben.
Dass dieser Anspruch in der Wirklichkeit nicht erfüllt wird, ist bekannt. Dies ist aber ein Versagen der Exekutive und nicht der Gesetzgebung. Schächten aber ist das willentliche Zutodefoltern von Tieren, und wer hier intellektuelle Schwierigkeiten hat, den qualifizierenden Unterschied moralisch zu erkennen, dem sei eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Begriffen „Vorsatz“ und „Fahrlässigkeit“ angeraten, um dem Verstand auf die Sprünge zu helfen. Unabhängig davon kann man sich dann auch abschminken, dass es vor diesem Hintergrund noch eine Motivation zur Eindämmung von Fehlbetäubungen und „Missständen“ in Schlachthöfen geben wird. Aber hej, wen juckt das schon, Hauptsache man ist politisch korrekt unterwegs.
Was die „Schlachten und Schächten: Mord-bleibt-Mord“-Schwätzer in ihrem ideologischen Wahn ebenso ausblenden, ist der Umstand, dass Mord und Folter unterschiedliche Tatbestände darstellen, und es für den zum Tode Verurteilten in seiner hoffnungslosen Lage sehr wohl noch einen Unterschied macht, wie er ermordet wird. Sogar in Staaten, in der die Todesstrafe praktiziert wird, pflegt man die Delinquenten in Anerkennung ihrer Menschenwürde möglichst schnell und schmerzfrei hinzurichten, anstatt sie, wie von Foucault in „Überwachen und Strafen“ im Falle des Vatermörders François Damiens auf vier Buchseiten geschildert, in mittelalterlicher Manier zu Tode zu massakrieren. Man legitimiert eine Ermordung nicht automatisch, wenn man den Opfern zumindest das Recht auf Schutz vor Folter einräumt.
Nochmal: Mit Glaubens- und Gewissensfreiheit hat dies jedenfalls überhaupt nichts zu tun, es ist tatsächlich die Verhöhnung unserer Werte: de fakto hebelt eine einfache EU-Verordnung, deren Erlassverfahren ohnehin kaum mehr demokratisch genannt werden kann, Recht und Gesetz aus. Es ist die Preisgabe von grundsätzlichen Werten an die nackte Barbarei. Offensichtlich ist dies erwünscht.
In Frankreich werden mittlerweile 40 Prozent aller Hühner, 50 Prozent aller Rinder und 95 Prozent aller Schafe zu Tode gefoltert (geschächtet), obwohl die Nachfrage nach entsprechendem Fleisch „nur“ 10% beträgt. Der Grund: für die Schlachthöfe ist es unwirtschaftlich, zwei Schlachtstraßen zu betreiben. In Großbritannien sieht es vergleichbar aus. Die Lebenswirklichkeit wird sich sehr rasch auch hierzulande an diese neuen Möglichkeiten anpassen – soviel ist gewiss.
Wir werden Verhältnisse bekommen, dass der Fresser „sein“ Schnitzel mit entsprechendem Siegel „schmerzfrei geschlachtet“ und mit ordentlichem Aufpreis am Katzentisch des Supermarkts kaufen kann, vielleicht neben der Auslage für Fakefleischprodukte. „Schmerzfrei“ ist dann das neue „Bio“ – etwas für Randgruppen. Die Masse frisst dann eben Folterfleisch, das Schicksal der Futtertiere hat sie ja bis heute nie wirklich ernsthaft interessiert.
Diese Entwicklung hat nicht „rechts“ angerichtet, dass haben die Tiere den „Linken“ mit ihrer verkommenen Form von Toleranz zu verdanken. Im neurotischen Bemühen, in jeder Form auch ausreichend „gut“ zu sein, haben sich große Teile der Tierbewegten für ein anderes Narrativ vom eigenen Thema wegerziehen lassen, um so zum Verräter in eigener Sache zu werden. Aber Hauptsache, sich gegen „rechts“ sauber abgrenzen.
Mit Ethik hat das jedenfalls nichts zu tun. Das kommt davon, wenn man sich selber wichtiger nimmt als die Sache. Das kommt aber vor allem davon, dass die Tierbewegung bis heute es nicht geschafft hat, ein eigenes politisches Bewusstsein zu entwickeln und unter dem Zwang steht, sich und die Sache der Tiere einer herrschenden politischen Agenda unterzuordnen. Dabei war die Geburtsstunde der Bürgerrechte und der Demokratie das Produkt eines Schulterschlusses über politische Gestaltungsvorstellungen hinweg. Die Querfront von Liberalen, Progressiven und Konservativen findet sich in der Losung der Französischen Revolution: Freiheit steht für das Liberale Gedankengut, Gleichheit für das links-progressive und Brüderlichkeit für das konservative Ideengut. Aber für die Tiere ist so eine Idee bis heute Tabu, weil die politische Linke bis heute die Hand drüber hält.
Solange die Bewegung derart politisch unbewusst, devot und narzisstisch orientiert ist, wird sie nichts nach vorne bewegen. Aber trösten wir uns: es dauert nicht mehr lang, dann geht’s wirklich nicht mehr schlimmer. Dann ist ein „Rückwärts nimmer“ auch gar nicht mehr möglich.
Und bald auch mit höchstrichterlichem Segen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.
OB SCHLACHTEN, SCHÄCHTEN ODER HALALI – FLEISCH IST MORD!
 
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Die organisierte Schweinerei …....

09. 2020

Dieser leicht unappetitliche Beitrag ist leider auf Massentierhaltungen generell zu überrtragen. Solande die Bevölkerung ohne nachdenken zu müssen, jedoch im Superemarkt alles vorgefertigt bekommt, kommen da keine seelischen Beklemmungen auf. Da zählt nur der Fressinstinkt.

Der Mensch sollte sich wieder angewöhnen, nur einmal die Woche einen Sonntagsbraten in der Familie anzuwenden und auch Wurst etc. reduzieren. Dann könnten wir wieder den normalen Landwird mit vielleicht 20 Schweinen pro Hof haben, wodurch die Bevölkerung auch nicht hungern müßte. Aber können sicher sein, das Richtige zu erhalten. Und auch der Bauer hätte mehr davon.... wie überhaupt das ganze Entlohnungssystem einer human angepaßten Veränderung bedarf.

Massentierhaltung wie Großfischerei und Ausschöpfung der Meere,  ist unsittlich wie als Verbrechern einzustufen

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Betreff:
Spiegel Kommentar
Datum:
Fri, 18 Sep 2020 19:52:02 +0200
Von:
 
Ein Gastbeitragslieferung von Dr. Gunter Bleibohm

Aber sicher. Das macht die Medien und die Gutmenschen fassungslos. "Regime des Terrors" ist verbriefter Rechtstitel des Dritten Reiches, da muß man beobachten, verfolgen und verurteilen, wenn der auf "Bauern" projeziert wird, die das Menschenmögliche machen, "Ihre Tiere" zu "versorgen", um an deren Leibern zu schmarotzen.
 
Wenn ein nächtlicher Stallbesucher dieser Industriehallen mit der Taschenlampe in der Lage ist, in kurzer Zeit die bezüglichen Aufnahmen zu machen, dann muß man zwingend davon ausgehen, daß es unmöglich war, eine Übersicht zu gewinnen, und die entsprechenden Photos in propagandistischer Absicht auszusuchen.
 
Folglich beweist ein solches Bild, daß es in Allen diesen tausend und mehr aneinandergereihten Käfigen ganz genauso aussieht. Und da erdreisten sich diese Elendsprofiteure in Namen ihrer "Bauernfamilien", die zur Hälfte von Almosen des Steuerzahlers leben, mit Geschwätz von "Einzelfällen", die ideologisch separiert wurden. Ideologie ist eine politische Absichtserklärung. Tierschutz ist eine Berufung. Eine, die auf Charakter beruht. 
 
Und "fassungslos", "Geldspendensammler", letztere Worthülse drückt Neid aus, nicht auch da beteiligt zu werden, sind Ausdrücke argumentativer Leere. Wann endlich werden sich Bauern aufraffen und die Verwandtschaft ausschließlich gleichen Namens, mit solchen skrupellosen Figuren von sich weisen.
Der Spiegel Artikel ist eine harmlose, vorsichtige Umschreibung der Realitäten. Es bleibt zu hoffen, daß endlich einmal Klartext mit eindrucksvollen Verben und Adjektiven gesprochen wird. Auf dem Weg sind wir ja nun endlich. 
 
BWM
 
Spiegel-Kommentar macht fassungslos: Betreiben Bauern ein „Regime des Terrors“?

„Wer sich an Tieren bereichert, ist ein schlechter Mensch“ und „Bauern haben ein Regime des Terrors aufgebaut“. Das steht so bei Spiegel.de
18.09.2020 von Alfons Deter
Spiegel
Unter dem Titel „Schweinehalter haben unser Mitgefühl nicht verdient“ schreibt er wörtlich: „Verdienen die Mitarbeiter dieses Industriezweigs, die von vielen immer noch euphemistisch "Bauern" genannt werden, nun unser Mitgefühl?“ Bethge verweist hierzu auf eine aktuelle Pressemitteilung einer Tierrechtsorganisation, die heimlich gedrehte Videos aus dem emsländischen Sustrum veröffentlicht hat.
 
Weiter schreibt der studierte Biologe Bethge: „Schweine werden in der industriellen Massentierhaltung gequält, seit Jahren, mit Vorsatz und toleriert von der Öffentlichkeit. Nach jedem neuen Skandal wird ein paar Tage lang über Haltungsbedingungen diskutiert, doch in den Ställen ist von Verbesserung kaum etwas zu sehen. Noch immer fußt der Profit der konventionellen Schweinezucht auf einem Regime des Terrors für die Tiere. Wer für hochintelligente Lebewesen ein System der Ausbeutung erschafft, um sich daran persönlich zu bereichern, darf auf menschliches Mitgefühl in wirtschaftlichen Notlagen nicht hoffen. Wer so etwas tut, ist ein schlechter Mensch.“
 
ISN verärgert

Sehr verärgert reagiert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Sie kommentiert: „Dieser Kommentar ist eine Frechheit und eine Verhöhnung der Schweinehalter und ihrer Familien. Zudem strotzt er von fachlichen Fehleinschätzungen und entbehrt grundlegendem journalistischen Handwerkszeug. Das können und wollen wir so nicht stehen lassen und fordern den Kommentator Philip Bethge auf, die journalistischen Grundlagen einzuhalten und sich vorab besser zu informieren.
 
Ein Kommentar spiegelt die eigene Meinung des Kommentierenden wider – dagegen ist nichts zu sagen. Einen Kommentar aber als Keule einzusetzen, um seine eigenen ideologischen Ziele voranzutreiben, ist nicht in Ordnung.“
 
Die ISN betont, dass es in Deutschland eine bäuerlich geprägte Landwirtschaft mit Bauernfamilien gebe, die sich an sieben Tagen in der Woche, also 365 Tage im Jahr um ihre Tiere kümmern. Die überschaubaren Strukturen belegten allein schon die nackten Zahlen. Denn die Durchschnittsgröße eines Schweinebestandes liegt in Deutschland bei lediglich 1.000 Schweinen. Die Tierhalter mehr oder weniger direkt als Regime des Terrors zu bezeichnen, sei eine bodenlose Unverschämtheit. Die Nerven bei den Schweinehaltern und ihren Familien lägen ohnehin schon blank – die verbale Entgleisung des Kommentators sei deshalb menschenverachtend.
„Wenn Tierschutzvergehen in Betrieben auftreten sollten, dann ist daran nichts zu beschönigen. Die weit überwiegende Mehrheit der Tierhalter arbeitet mit voller Kraft und Überzeugung für das Wohlergehen ihrer Tiere. Ein guter Redakteur würde das bei der Bewertung der durch spendensammelnde Tierrechtsorganisationen illegal beschafften und passend zusammengestellten Bilder berücksichtigen“, so die ISN.
 
So kommentiert der Bauernverband SH den Fall
 

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Der Weg zur Freiheit
  1. 09. 2020
Der Weg zur Freiheit wird insbesondere seit der Aufklärung, eher verbaut, als das er zur wirklichen Freiheit geführt hat. Große Köpfe jener Tage bis in das 19. Jahrhundert hinein, haben viele Grundsätzlichkeiten der Freiheit beschrieben. Allein mit der Aufklärung machten sich aber auch aufgrund dieses Freiheitsansatzes Ideologen breit, die die Freiheit versuchen zu kanalisieren und letztenendlich, in eine neue Unfreiheit einmündeten,.
 
Die große Zeit der Wissensvermittlung mit der Einführung von Lehranstalten im deutschen Kaiserreich, war ein großer Fortschritt, wie er die Bildung des gesamten Volker wesentlich erhöht hat, wie den Grundstein zur intellektuellen Vorherrschaft und Erfindungsgeist der deutschen Völker beigetragen hat, wie er auch zum Vorbild für die Welt wurde.
 
Allein, diese Lehranstalten waren aber auch immerwieder von Persönlichkeitsstrukturen des Lehrkörpers eingefangen, die immer ihr fachspezifisches Gewicht meinten, durchzusetzen und somit ihre Erkenntnis als alleingültigen Maßstab, zu vermitteln.
 
Die heutige Zeit leidet mehr denn je an vergleichbaren Fehlern, da diese vor genannten Schwächen, heute mehr denn je vorhanden sind. Heute gibt es den Begriff Lehranstalt allgemeingebräuchlich nicht mehr, obwohl er der beste Begriff überhaupt sein kann. Heute wird von Schulsystemen und Studierenden gesprochen, was man mit ideologischen Vorgaben der jeweiligen Herrschaftsschichten in Einklang zu bringen versucht. So gesehen waren die kaiserlichen Lehrkörperschwächen eher ain den Lerhkörper und dessen ausführende Personen gebunden, als wie heute, an ideologischen Vorgaben.
 
Die Aufgabe eines Lehrkörpers seit der Aufklärung kann jedoch nur sein, den jungen Menschen, reines Wissen zu vermitteln. Wissen ohne Bewertung. Und der Lehrkörpger hat allein die Aufgabe, den jungen Menschen Wissen zu vermitteln, wie dazu beizutragen, dass dieses Wissen bei den jungen Menschen dazu beiträgt, dieses Wissen immer auch kritisch zu begleiten wie zu hinterfragen, damit diese jungen Menschen lernen können, sich selbst mental wie geistig zu entwickeln und ihre eigenen Erkenntnisse aus dem erlernten Wissen zu ziehen, neugierig zu bleiben, da die Wissenssamlung niemals ein Ende nehmen wird. Denn nur die Fähigkeit Wissen zu sammeln, das zur eigenen Erkenntnisfähigkeit beiträgt und der einzige Weg zur wirklichen Erkenntnis führt, ist der Weg zum Erlangen einer gewissen Art von Weisheit, die letztendlich zur Freiheit führt.
 
Das ist eigentlich die einzige Aufgabe von Lehransdtalten, junge Menschen und die Zukunft von Gesellschaften zu erlangen, die dazu fähig sind, frei zu werden. Und ist das erreicht, so soll diese Freiheit niemals zur Überheblichkeit führen, sondern zu Menschen, die ihre Weisheit in Freiheit befähigen, zuzuhören, zu respektieren wie durch Freundlichkeit zu überzeugen.
 
Die heutige ganze Ideologisierung von Denkvorgaben einer Ausrichtung, führt letztendlich zur Unfreiheit und Verdummung von Gesellschaften, also deren Niedergang.
 
Redaktionbeitrag RT-KOENIGSBERG

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Hört mit diesem Weiberkram endlich auf.....

11. 09. 2020

Die Gendermischpoke aus den Regierungskreisen und der Quotentanten, beleidigen die Wehrmachtstraditionen – sorry – BW-Traditionen und gehören gefeuert!

Ein Saldat ist immer sächlich – es heißt zwar umgangssprachlich „der Soldat“ also männlich, denn ist die Bedeuztung sächlich, da Soldat geschlechtslos ist.

Hier nun derartigen Unsinn einzuführen, untergrüäbt jede militärische Struktur, da daheraus keine Gleichheit mehr besteht. Sie führt zur Auflösung von Disziplin, Achtung und führt ein Zweiklassensytem ein.

Wer sich derartiges erdacht hat, sollte dringend den Romen °Der Idiot“ lesen.....

 
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Ein scharfes „Schmackerl“ vom „kleinen Akif“
 
08. 09. 2020